Sonntag, 15. April 2007

Es liegt inzwischen eine gute Weile zurück, dass ich das letzte Mal etwas auf den Blog gestellt habe. Woran liegt's? Teil der Erklärung ist, das ich ein faules Schwein bin und es nicht gebacken kriege, den Blog regelmässig zu pflegen. Den anderen Teil der Erklärung liefern meine neuen Freunde, die mich dermaßen auf Trab halten, dass ich neben Uni und Kerstin zu nicht viel mehr komme. Manchmal, wenn ich nach meinem Leben in Deutschland gefragt werde, erzähle ich von euch. Damit auch ihr etwas von meinen Freunden hier erfahrt, geht es diesmal nicht um Wandern, Natur und die schöne Aussicht von unserem Küchenfenster, sondern um die Kiwis, mit denen ich hier meine Zeit verbringe.

Als erstes sind da die Wigleys.



Die Wigleys, das sind Tom und Jenny und ihr noch ungeborenes Kind, das in Ermangelung eines Namens von allen nur Pigley Wigley genannt wird. Tom und Jenny kommen beide aus Neuseelands größter Stadt Auckland und haben in Wellington studiert. Jenny habe ich im Aufenthaltsraum der Uni kennengelernt, da sie unter anderem eine passionierte Schachspielerin ist und es in unserem Institutsturnier als einzige weibliche Teilnehmerin bis ins Finale geschafft hat. Die beiden sind ein noch internationaleres Paar als Kerstin und ich. Geheiratet haben sie in Berlin, gelebt haben sie schon in Deutschland, Frankreich und Korea.

Dann gibt es Tony und seine Freundin Bridget.



Tonys wahre Leidenschaft ist es Bier zu brauen und es in nicht gerade unerheblichen Mengen in sich hinein zu schütten. Er weiss alles über Lagers, Ales und Stouts. Drei seiner Biere habe ich schon probiert und sie können es locker mit Becks oder Köstrizer aufnehemen. Bridget, die mit ihren neun Geschwistern aus der größten Familie kommt, die mir je begegnet ist, hätte es manchmal wahrscheinlich lieber, wenn Tonys Energie in die Fertigstellung seiner Doktorarbeit fliessen würde als ins Bierbrauen.

Und dann ist da noch Esther.



Sie ist meine und Kerstins feste Kinoverabredung für Dienstag- Kinotag. Mit Esther kann man studenlang über alles reden, auf was man so Lust hat. Meistens strickt sie dabei an der Decke für Pigley Wigley. Dank Esther haben Kerstin und ich an Ostern unsere erste neuseeländische “bach” Erfahrung gesammelt. Gemeinsam mit ihren Eltern und den Wigleys haben wir einige Tage in ihrem Ferienhaus am Meer verbracht. Und an den Abenden Scharaden veranstaltet.