Es scheint uns auf jeden Fall schwerer zu fallen, euch von unserem Alltag zu erzaehlen als von unseren Reisen und Ausfluegen. Und so hat es 5 Monaten gebraucht, bis wir uns endlich mal wieder an den Blog vorwagen. Dabei ist es nicht so, dass hier in den letzten Monaten nichts passiert waere.
Juli, August, September sind die neuseelaendischen Wintermonate und obwohl es insgesamt nie so kalt wird wie in Deutschland, kaempfen doch alle mit den kurzen, dunklen Tagen. Die Kiwis sind auf jeden Fall ein krasses Sommervolk. Voellig unvorbereitet hat der erste Schnee Wellington nach 30 Jahren getroffen. Kinder ohne Jacken und Muetzen, Teenager in Sandalen und mit rolen Nasen bei um die 0 Grad. Und auf der Arbeit haben wir uns von einer Grippewelle zur naechsten gehangelt.
Im Juni gabs dann allen Grund zum Feiern: An einem regnerischen Morgen lag ein Brief der Einwanderungsbehoerde im Briefkasten mit meiner unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung. Damit kann ich nun fuer immer in Neuseeland aus-und einreisen. Und komme ausserdem in den Genuss von so vorteilhaften Sachen wie Wahlrecht und Krankenversicherung. Jobtechnisch gibt es keine grossartigen Veraenderungen. Frieder ist weiterhin beim Finanzministerium, hat aber vor kurzem eine Weiterbildung zum Mediator gemacht und ist dabei sich zu akkreditieren. Ich arbeite immer noch bei der Telecom. Letzte Woche sind wir in ein neues Gebauede umgezogen, das den Flair und das Aussehen eines schicken Moebelladens hat.
Natuerlich waren wir auch im Urlaub. Ihr kennt uns doch, allzu lange halten wir es nirgends im Inland aus. Diesmal ging es fuer 3 Wochen nach Tonga. Mit 2,5 Flugstunden ex Auckland ist Tonga eine weitere Insel (neben Fidschi, Samoa und Rarotonga), auf der die Kiwis und Aussis gerne die kalten Wintermonate ueberbruecken. Im KoenigreichTonga hat man die Qual der Wahl zwischen 176 Inseln. Da es aber nur auf 4 eine touristische Infrastuktur gibt, ist eigentlich ziemlich klar, wo man hingeht. Ausser man ist abenteuerlustig und moechte sich so Plaetze wie Tofua anschauen, wo die Meuterei der Bounty stattgefunden hat. Tonga ist so, wie man es sich vorstellt: Ein Paradies mit endlosen Sandstraenden, Kokusnusspalmen und tuerkisblauem Meer. Man kann eigentlich gar nicht anders als sich ultimativ zu relaxen. Schon nach 2 Tagen haben wir das langsame Dahinschlendern der Tongaer imitiert. Zu was sich auch beeilen? Hier gibt es nichts, was Eile rechtfertigen wuerde. Keine riesigen Obst-und Gemuesemaerkte oder geschaeftige Strassenstaende wie in vielen Laendern Asiens. Hier muss man sich am Morgen im Restaurat anmelden, wenn man abends zum Essen kommen moechte. Niemand versucht einem etwas zu verkaufen und die Kokosnuesse haben wir uns z.T. selbst von den Baeumen geholt. Dabei ist Tonga ein armes Land und die meisten Leute leben von den paar Dingen, die sie selbst anbauen und den Ueberweisungen ihrer Familien, die es ins Ausland geschafft haben.
Wir haben viel Zeit mit Schnorcheln verbracht und waren immer wieder ueber die kuntrebunte Vielfalt erstaunt, die sich da unter uns aufgetan hat. Es hat sich aber auch durchaus gelohnt, die Augen am Horizont auf-und abwandern zu lassen, denn nicht selten hat ein Wal seine Flosse rausgestreckt oder einen Bauchplatscher zum Besten gegeben.
Wir hoffen, dass es euch gut geht und ihr die schoenen Herbsttage geniesst. Kriegt ihr was mit vom Rugby World Cup?
Wir haben viel Zeit mit Schnorcheln verbracht und waren immer wieder ueber die kuntrebunte Vielfalt erstaunt, die sich da unter uns aufgetan hat. Es hat sich aber auch durchaus gelohnt, die Augen am Horizont auf-und abwandern zu lassen, denn nicht selten hat ein Wal seine Flosse rausgestreckt oder einen Bauchplatscher zum Besten gegeben.
Wir hoffen, dass es euch gut geht und ihr die schoenen Herbsttage geniesst. Kriegt ihr was mit vom Rugby World Cup?
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